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KlM-VOM-ULMENSTEIN
Züchten heißt vereinfacht, dass der Mensch selektiert nach gewünschten Kriterien. Bei einem Universaljagdgebrauchshund - wie dem Kleinen Münsterländer -geht es darum, das angeborene Jagdverhalten (Wolf) in gewünschte Bahnen zu lenken. Folgende Stichworte sind hier zu nennen:   1.Beute suchen: Spur- und Finderwille   2.Beute finden: Vorstehen (Anzeigen)      durch Anschleichen und Festmachen   3. Beute fangen, töten und fressen: hier       kommt der Hundeführer ins Spiel –        dieser übernimmt die Beute und belohnt       seinen vierbeinigen Jagdkameraden        (emotional oder mit Futter).   4.  Beute bringen   Man kann diesen Punkten nun folgendes Jagdverhalten zuordnen: zum Punkt 1: Suchen, Stöbern (Laut), Nachsuchenarbeit (Krankwitterung verspricht Erfolg) zum Punkt 2: Vorstehen, Nachziehen, Brackieren zum Punkt 3: Wildschärfe zum Punkt 4: Apportieren Um allen diesen gewünschten Eigenschaften in einem KlM zu vereinen und zur Ausprägung zu bringen, muss dieser Hund über ein hohes Maß an Vielfältigkeit verfügen. Er muss körperlich und emotional in der Lage sein, in der Jagpraxis zu bestehen. Kurzum: Ein KlM muss gesund, wesensfest (Ruhe!), scharf und Laut sein. Diese 4 Merkmale sind die Eckpfeiler meiner Zucht. Nun haben die Züchter in mehr als 100 Jahren vieles richtig gemacht und einen äußerst nützlichen Jagdgefährten - in Form eines Kleinen Münsterländers - gezüchtet. Um die wirklich gute Basis (der KlM von heute) von der man als Züchter ausgehen kann, nicht zu verwässern, ist eine sorgfältige Auswahl der Zuchttiere wichtig. Ehrlichkeit unter Züchtern und zu sich selbst sollte hier selbstverständlich sein. Falls dann der Wurf doch nicht ganz den Erwartungen entspricht, ist nicht immer nur der Deckrüde daran “schuld”. Im Gegenteil: Die Auswahl der Zuchthündin sollte mit äußerster Sorgfalt geschehen. Denn die Hündin gibt den Welpen nicht nur genetisch mehr als die Hälfte (mitochondriale DNA) auf den Weg. Nein, sie und ihre Umwelt mit deren Einflüssen (Umweltfaktoren) ist maßgeblich dafür verantwortlich, in welche Richtung sich die Welpen entwickeln und welche Gene aktiviert werden (Prägung, Epigenetik). Falls man dann noch etwas Glück hat (was jedem zu wünschen ist), bereichern auch noch in den nächsten hundert Jahren (und darüber hinaus) jagdlich brauchbare Kleine Münsterländer unsere Jagd.
Allgemeine Gedanken zur Zucht
- Jagdliche Leistungszucht -
                               Ausführlicheres dazu finden Sie in der Züchterfibel